Neu im Kisling Sortiment: Epoxidharz Vergussmassen

Kisling erweitert sein Vergussmassen Portfolio um vier «bockstarke» neue Epoxidharz Vergussmassen

Nach der erfolgreichen Integration der Firma Copaltec und ihrer Polyurethan Vergussmassen im Jahr 2022 erweitert der Schweizer Kleb- und Dichtstoff Spezialist Kisling sein Vergussmassensortiment um vier neue Epoxidharz-Vergussmassen. Mit der Erweiterung schärft Kisling den Fokus auf die Wachstumsmärkte E-Mobility bzw. (Leistungs-)Elektronik und reagiert auf die stetig steigenden Anforderungen in diesen Bereichen. Sowohl an elektronische Bauteile als auch an Elektromotoren werden immer höhere Anforderungen in Bezug auf Lebensdauer, Belastbarkeit und Effizienz gestellt. Die neuen Vergussmassen sollen Kunden unterstützen, den Ansprüchen des Marktes weiterhin problemlos gerecht zu werden und Ihre Vergusslösungen aus einer Hand beziehen zu können. Die neuentwickelten Vergussmassen entsprechen den REACH und RoHS Richtlinien und tragen somit zum Schutz des Anwendenden bei. Auch um halogenierte Additive sowie SVHC Stoffe muss sich der Verarbeiter nicht sorgen.

Wärmeleitfähige Systeme für Anwendungen mit dem Bedarf an hoher Wärmeableitung

Im Bereich E-Mobility trägt das Produkt 7500+7920 mit seiner Wärmeleitfähigkeit von 1.2 W/m•K zur Effizienzsteigerung durch eine verbesserte Wärmeabfuhr bei. Insbesondere für Anwendungen in denen hohe Verlustwärme, bedingt durch stetig steigende Leistungsdichten auf kleinem Raum, entsteht, ist die Vergussmasse prädestiniert. Hierzu zählen Elektromotoren, Ladestationen und diverse Komponenten der Leistungselektronik. Durch moderate Erhöhung der Verarbeitungstemperatur auf 60 °C lässt sich die Viskosität auf unter 1000 mPas reduzieren, um eine vollständige Imprägnierung auch bei kleinen Kavitäten und engen Spalten sicher zu stellen.

Das System 7600+7920 bietet im Vergleich eine weiter reduzierte Viskosität (auf bis zu ~300 mPas bei 60 °C) und eine deutlich längere Verarbeitungszeit. Dies ist gerade in grossvolumigen Vergussanwendungen wie zum Beispiel Statoren mit moderater Wärmeentwicklung von Vorteil oder dort, wo ein besonders gutes Imprägnierverhalten gefordert wird.

Abbildungen: Verguss eines Elektromotors und Leistungselektronik (Konverter, Inverter, etc.) zur verbesserten Wärmeabfuhr und somit ganzheitlicher Effizienzsteigerung

Isolierende und flammhemmende Systeme für Elektronikanwendungen

Die Vergussharze 7600 und 7601 mit den Härtern 7921 und 7922 sind primär für die Anwendung im Elektronikverguss konzipiert und können in drei Kombinationen verwendet werden.

Das Vergussharz 7600+7921 bietet mit einer hohen Glasübergangstemperatur von ~95°C und einer Härte von ca. 90 Shore D einen sehr robusten und chemisch beständigen Schutz für verschiedenste elektronische Komponenten. Für entsprechende Sicherheit sorgen die flammgeschützten Eigenschaften gemäss UL 94 V0 bei 4mm Schichtdicke.

7601+7922 bietet mit einer mittleren Glasübergangstemperatur von ca. 40 °C und einer reduzierten Härte von ca. 63 Shore D eine weichere Vergussmasse für grossvolumige Anwendungen, bei denen die vergossenen Komponenten empfindlich gegen Beschädigung durch Unterschiede in der thermischen Ausdehnung der unterschiedlichen Materialien sind.

Die sehr geringe Viskosität bei Raumtemperaturhärtung von ~670 mPas (reduzierbar auf bis zu ~140 mPas bei 60 °C Verarbeitungstemperatur) und die lange Verarbeitungszeit sorgt für eine zuverlässige Imprägnierung von sehr kleinen Kavitäten und engen Spalten. Beide Kombinationen erreichen eine Wärmeleitfähigkeit von 0.8 W/m•K und sind somit auch in der Lage moderate Wärmeentwicklungen zu regulieren.

Abbildungen: Schutz und elektrische Isolation von passiven Komponenten und Leiterplatten gegen äussere Einflüsse

Übersichtstabelle

Technische Daten